Die Grundlagen
Hier verstehen Sie, wie die Sprache funktioniert. Nichts auswendig, keine Noten: ein paar Schlüssel, die alles Weitere einfacher machen.
Gute Nachricht: Lingala wird so geschrieben, wie es gesprochen wird. Jeder Buchstabe behält immer denselben Laut. Lernen Sie diese Laute einmal, und Sie können alles lesen.
Die 7 Vokale
Zwei Buchstaben sind neu: ɛ klingt wie ein offenes ä, ɔ wie ein offenes o. Hören Sie zu, dann sprechen Sie laut nach.
Die Konsonantenpaare
mb, nd, ng… werden in einem Atemzug gesprochen: Das m oder n ist leicht, fast mit dem folgenden Konsonanten verbunden.
Die Töne
Lingala ist eine Tonsprache: Auf jeder Silbe steigt die Stimme oder bleibt unten, und diese Melodie kann die Bedeutung eines Wortes ändern. Der Akut (ó) markiert den hohen Ton; ohne Akzent ist der Ton tief. Schau: gleiche Buchstaben, zwei Melodien, zwei Bedeutungen.
Im Alltag (und in unserem Wörterbuch) werden die Töne fast nie geschrieben: Der Zusammenhang macht die Arbeit. Unsere aufgenommene Stimme singt sie auch nicht: Das Ohr fängt sie beim Zuhören ein, bei kongolesischen Stimmen, Liedern, im Radio. Und keine Sorge: Man versteht dich auch ohne sie.
Ein Lingala-Wort ist oft ein kleines Präfix an einer Wurzel. Im Plural ändert sich nur das Präfix. Erkennen Sie diese Familien, und Sie erraten Dutzende von Wörtern.
Menschen
viele Dinge und Begriffe
eine ganze Wortfamilie
oft Dinge
einige sehr häufige Wörter
Wörter von anderswo (buku, radio…) nehmen im Plural einfach ba-: babuku, baradio.
Im Lingala hängt sich die handelnde Person vorn an das Verb. Kein eigenes Wort für ich oder du: eine Silbe genügt.
Eine Silbe pro Person
Das Verb kolinga (lieben): Entfernen Sie ko-, behalten Sie die Wurzel -linga und setzen Sie die Person davor.
Das Pronomen-Wort: ich, du, er…
Das Präfix reicht meist: nalingi heißt schon ich liebe. Das ganze Wort, ngai, dient vor allem der Betonung: ngai nalingi, ich, ich liebe.
Sagen, wann es passiert
Mit dem Verb koloba (sprechen):
Drei praktische kleine Bausteine
te
nalingi te
das Nein: te steht am Satzende. Nalingi te = ich will nicht.
ya
ndako ya mama
die Zugehörigkeit: ndako ya mama = Mamas Haus.
na
mama na tata
das Und (oder Mit): mama na tata = Mama und Papa.
Wenn der Grundsatz sitzt, zwei sehr nützliche Werkzeuge: eine Frage stellen und sagen, wem etwas gehört.
Eine Frage stellen
Das Fragewort steht oft dort, wo die Antwort stünde, meist am Satzende.
Wem gehört es? mein, dein, sein
In Kinshasa ist na das Alltagswort: mama na ngai, meine Mutter. Im Geschriebenen begegnet auch ya: ndako ya ngai. Beides wird gesagt.
Sie haben die Schlüssel. Jetzt sind Sie dran!
Jetzt, da Sie verstehen, wie die Sprache funktioniert, füttern Sie Ihren Wortschatz und üben Sie. Zehn Wörter am Tag, angehört und laut nachgesprochen, wirken Wunder.
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